Morbus Meulengracht Forum

GERMAN / DEUTSCHES Morbus Meulengracht Forum => Nachweis von Morbus Meulengracht => Thema gestartet von: bigmam am 29. Mai 2006, 11:15:28

Titel: Wie wird der Nachweis für MM erbracht?
Beitrag von: bigmam am 29. Mai 2006, 11:15:28
Zu welchem Arzt muss man gehen? Nach was muss man den Arzt fragen? Welche Tests werden wie gemacht?
Titel: Re: Wie wird der Nachweis für MM erbracht?
Beitrag von: Medizinmann99 am 29. Mai 2006, 11:20:18
Genau Kaprem jetzt schlägt Deine große Stunde (solltest Du mal wieder hier vorbeikommen  ;D ;D ;D )

 :-*
Titel: Re: Wie wird der Nachweis für MM erbracht?
Beitrag von: lisa2006 am 29. Mai 2006, 12:54:11
Zu welchem Arzt muss man gehen? Nach was muss man den Arzt fragen? Welche Tests werden wie gemacht?

Hi,....
das wird durch eine Blutabnahme gemacht, die an ein Genlabor geschickt wird....wird von jeder Krankenkasse bezahlt....Ergebnis ist in gut 1 Woche da... dann hat man 100 %ige Sicherheit...
Titel: Re: Wie wird der Nachweis für MM erbracht?
Beitrag von: fenris am 29. Mai 2006, 13:55:35
kann also jeder hausarzt machen ;)
Titel: Re: Wie wird der Nachweis für MM erbracht?
Beitrag von: Kaprem am 29. Mai 2006, 15:43:53
Genau, diesen Labortest könnte jeder Hausarzt durchführen, wenn er will.

Die Hausärzte arbeiten meisten mit Laborgemeinschaften zusammen.
Falls der Hausarzt nicht weiß, welche Menge Blut abgenommen werden muss, kann er sich bestimmt bei seinem Labor  erkundigen. Ebenfalls erkundigen kann er sich, welches Laborblatt ausgefüllt  und was angekreuzt werden muss für den Gen-Test.

Mein Hausarzt musste sich auch ersteinmal erkundigen. Es hat dann aber alles geklappt.
Bei mir wurde nur ein kleines Röhrchen Blut abgenommen.

Vielleicht können Kim u. Lisa 2006 auch noch die Namen vom Labor eintragen, wo ihre Gen-Tests gemacht wurden.

Von Lisa2006 würde mich der Befund vom Test  interessieren.
Meiner u. der vom Kim stehen im alten Forum schon drinne. Die Ergebnisse weichen voneinander ab. Ist vielleicht auch mal interessant, die Test-Ergebnisse zu vergleichen.

Gruß Kaprem

Titel: Re: Wie wird der Nachweis für MM erbracht?
Beitrag von: lisa2006 am 29. Mai 2006, 16:05:50
@Kaprem:
Bei meinem Ergebnis des Gentests steht:
...wurde der Genotyp A (TA)7 TAA in homozygoter Form gefunden....

Gibts da auch wieder Unterschiede??? Hmmm..... ;-)
Das Genlabor befindet sich in München....werd die Adresse eintragen.....

Gruß
lisa2006
Titel: Re: Wie wird der Nachweis für MM erbracht?
Beitrag von: Kaprem am 29. Mai 2006, 18:41:40
Hallo Lisa2006,

Dein Befund stimmt mit Kim ihren überein.

Bei mir steht:
Homozygotie f. eine Strukturvariante der TATAA-Box im Promoter-Bereich von Exon 1 des UGT1A1-Gens.
Der vorliegende Genotyp ist mit der klinischen Manifestation eines Gilbert-Syndroms zu vereinbaren.

Kann jemand etwas zu diesen Befunden sagen?

Werde mich mal schlau machen, wo da der Unterschied ist.


Hat  noch jemand einen Befund anzubieten?


Gruss Kaprem
Titel: Re: Wie wird der Nachweis für MM erbracht?
Beitrag von: fenris am 29. Mai 2006, 19:11:43
ne da gibt es keine unterschiede....
entscheidend ist die zahl, die gibt die anzahl der wiederholungen an..
bei MM liegt das gen homozygot vor, also auf beiden gensträngen 7 wiederholungen im bereich ugt1a1
bei allen anderen gibt es entweder nur 6(auf beiden gensträngen) oder den mix aus 6 und 7, wobei diese Kombination MM-genträger genannt wird...
machs gut
Titel: Re: Wie wird der Nachweis für MM erbracht?
Beitrag von: Medizinmann99 am 08. Dezember 2006, 22:18:30
Hier gibts noch die aktuelle Laborliste:
http://meulengrachtforum.altervista.org/forum/index.php?topic=66.0

Ansonsten Hausarzt fragen, bzw. bei einem Humangenetiker nachfragen.
Titel: Re: Wie wird der Nachweis für MM erbracht?
Beitrag von: masso am 31. Dezember 2006, 14:21:55
Hallo,

ich war vor kurzem bei einer Hepatologin um meinen Verdacht auf MM abklären zu lassen. Als sie mein Blutbild sah (alle Leberwerte im Normbereich, nur Bilirubin 2,84), hat sie gemeint, es handle sich ganz sicher um einen MM. Ich fragte dann nach einem Gentest und sie meinte: Nein, das ist absolut nicht nötig, es handelt sich ganz sicher um einen MM.
Ich habe dann wenigstens auf einer Sonografie von Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse bestanden, diese war auch völlig in Ordnung.

Kann ich mich nun auf ihre Aussage verlassen oder ist ein genetischer Test unerlässlich, wenn man Gewissheit haben möchte?

LG,
masso
Titel: Re: Wie wird der Nachweis für MM erbracht?
Beitrag von: Medizinmann99 am 31. Dezember 2006, 14:29:54
Hallo,

ich denke daß der sicherste Test der Gentest ist. Und ja, es ist wohl sehr unwahrscheinlich daß es etwas anderes als MM ist, dahingehend würde ich die Aussage der Hepatologin interpretieren.

Liebe Grüße

Medizinmann99
Titel: Re: Wie wird der Nachweis für MM erbracht?
Beitrag von: masso am 31. Dezember 2006, 14:35:29
Hallo Medizinmann99,

danke für Deine schnelle Antwort. Ich bin mir ja auch nahezu sicher, dass ich einen MM habe. Mit 18 hatte ich mal eine Diätphase, in dieser Zeit färbten sich meine Augäpfel leicht gelb. Außerdem habe ich die meisten der hier auf dieser Seite angeführten Symptome.
Allen voran eine arge Schwermetallvergiftung, schlechte Alkoholverträglichkeit, psychische Symptome wie Nervosität, Unruhe, Depressionen, Konzentrationsschwäche.
Meine Schwermetallentgiftung gestaltet sich auch eher langwierig und mühsam und meine Kinesiologin meint jedesmal, dass meine Leber irgendie "blockiert" bzw. nicht voll entgiftungsfähig sei. Ich habe ihr nie von meinem Verdacht auf MM erzählt.

LG, masso
Titel: Re: Wie wird der Nachweis für MM erbracht?
Beitrag von: Medizinmann99 am 31. Dezember 2006, 14:51:10
Hallo,

also ich persönlich kasperle was mich selbst angeht (habe auch noch eine Schwermetallentgiftung) jetzt nicht mehr lange herum und laß mir DMSA injezieren, das ist allemal besser als den verdammten superhypergiftigen Dreck weiter im Körper und teilweise im Gehirn zu haben....wenn Du keine Kontraindikationen auf DMSA hast würde ich Dir das auch raten.

Natürlich geht es auch mit dem Klinghardt Protokoll - nur das ist halt langwierig (dafür angeblich schonender).

Ansonsten halt die Leber unterstützen mit den hier genannten Mitteln und insbesondere mit guten Fetten siehe den Text über die Budwig Kost, laß Dir auch Legalon verschreiben. Gutes Wasser und gutes Salz zu besorgen wäre auch sehr hilfreich.

Liebe Grüße

Medizinmann99

Titel: Re: Wie wird der Nachweis für MM erbracht?
Beitrag von: masso am 31. Dezember 2006, 17:40:49
Hallo Medizinmann,

ich bin nun schon eineinhalb Jahre am Ausleiten mit dem Klinghardtprotokoll, nehme auch die Ndf-Tropfen. Gutes Wasser nehme ich (Lauretana), Meersalz, esse nur Bioprodukte um die Neuvergiftung gering zu halten.

Legalon hab ich schon mal genommen, zerstampfte Mariendistelsamen auch. Ansonsten täglich Leinöl, Fischölkapseln. Eine DMPS-Injektion hatte ich bereits, nahm auch schon zwei Packungen Dimaval-Kapseln.
Ich wohne in Wien und kenne hier nur eine Ärztin, die DMPS injiziert, aber nicht DMSA.
Entgiftet DMSA nun das Gehirn oder nicht? Man hört immer widersprüchliche Angaben dazu. In welchen zeitlichen Abständen lässt Du Dir das DMSA injizieren? Außerdem hab ich noch Amalgamreste im Zahnfleisch bzw. Kieferknochen, sieht man im Röntgenbild, die auch durch Aufschneiden nicht zu entfernen sind.

Liebe Grüße,

masso
Titel: Re: Wie wird der Nachweis für MM erbracht?
Beitrag von: Medizinmann99 am 31. Dezember 2006, 19:07:04
Hallo,

ja DMSA entgiftet auch aus dem Gehirn. Ich lass es mir alle 3 Monate injezieren ginge aber auch in weniger großen Abständen. So ist es sicherer, weil ja eben von dem Mittel Quecksilber zur Ausscheidung mobilisiert wird und der Körper und die Nieren Erholungszeit brauchen (vom Quecksilber, das für kurze Zeit "mit dem Körper in Kontakt kommt", nicht vom DMSA; das zeigt denke ich schon wie giftig der Quecksilberdreck ist). Leinöl solltest besser frisch nehmen, zusammen mit Topfen und Honig.

Warum injeziert die nicht DMSA?? Sie braucht ja nur ein Rezept für die DMSA Ampullen auszustellen und wenn sie selbst aus irgendwelchen Gründen sich die nicht besorgen kann oder will bestellst Du sie halt und sie injeziert sie Dir.

Das mit den Amalgamresten...solange das dort ist ist eine Entgiftung doch sinnlos. Was heißt das nicht durch Aufschneiden zu entfernen??? Man kann notfall immer den Kieferknochen an der Stelle ausfräsen. Habe ich bei mir auch machen lassen und war ganz offensichtlich keine schlechte Idee. Kann ich Dir auch raten. Ich war dazu bei Dr. K. nahe München (der praktisch einzige Zahnarzt der  was davon versteht).

Tschüss,

Medizinmann
Titel: Re: Wie wird der Nachweis für MM erbracht?
Beitrag von: masso am 01. Januar 2007, 09:11:22
Hallo,

das mit den Amalgamresten ist so eine Sache: Es zwei ganz kleine Knötchen, die man am Röntgenbild sehen kann, beidseits an den Stellen im UK wo sie 8er waren. Sehr oberflächlich, man kann nicht sagen, ob im Zahnfleisch oder im Kiefer. Beim Aufschneiden einer Seite hat die Zahnärztin auch am Knochen herumgekratzt, konnte aber weder im Zahnfleisch noch im Knochen Amalgamreste finden.
Ein nachfolgendes Röntgenbild zeigte erneut die beiden kleinen Knötchen.  ???
Ich habe drei wurzeltote Zähne, mir wurde von mehreren Zahnärzten abgeraten, diese ziehen zu lassen. Werde nun wieder einen anderen Zahnarzt aufsuchen.
Vom dem Kieferausfräsen hab ich echt Schiss, das möchte ich vermeiden. Bisher hat mir auch kein Zahnarzt dazu geraten.

Liebe Grüße,
masso
Titel: Re: Wie wird der Nachweis für MM erbracht?
Beitrag von: Medizinmann99 am 01. Januar 2007, 12:09:21
Vergiß "normale" Zahnärzte. Die haben nicht die geringste Ahnung von so etwas.

Ich kann Dir nur den Rat geben, schick ein aktuelles Panoramaröntgen (OPT) an Herrn Dr. K. nahe München und bitte um Befundung. Er weiß ganz genau welche Zähne drinbleiben können und welche raus müssen. Er sieht auch Eiter im Kiefer und Amalgamreste und kann diese professionell unter 3fach Schutz entfernen.

Das mit dem "Kiefer ausfräsen" hört sich brutal an aber im Grunde wird nur der Kieferknochen an der Stelle abgeschleift, wo sich das Amalgam gesammelt hat und soviel ist das nicht. Die Wunde wird dann austamponiert und mit Prednisolon-Oxytetracyclinaugensalbe von Jenapharm offengehalten (Tamponade mußt selbst alle 2 Tage wechseln), damit alles gut ausheilen kann.