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Autor Thema: Agnostizismus  (Gelesen 2247 mal)

onkolyc

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Agnostizismus
« am: 22. November 2008, 13:02:39 »

Ich wollte hiermit die Forengemeinde über den Agnostizismus informieren.
Es gibt, wie in den meisten Fällen, auch in Sachen Glauben an Gott nicht nur die Extreme von "Ich glaube an Gott" oder "Ich glaube nicht an Gott". Es gibt auch den Mittelweg, was die wenigsten wissen, nämlich den Agnostizismus.

Ein Agnostiker ist ein Philosoph, der sich mit den extistentiellen Fragen des Lebens beschäftigt, aber davon ausgeht, dass diese Fragen entweder ungeklärt, grundsätzlich nicht zu klären oder für das Leben irrelevant sind.

Demnach würde ein Agnostiker auf die Frage ob es einen Gott gibt niemals mit "Ja" oder "Nein" antworten, sondern sich stets für den Mittelweg entscheiden.
Dabei kann man einen starken Agnostiker von einem schwachen Agnostiker unterscheiden. Ein schwacher Agnostiker würde sagen "Ich weiß es nicht". Ein starker Agnostiker würde sagen "Ich kann es nicht wissen!"

Ein Agnostiker stellt sich stets über sämtliche Religionen, da sie ihm grundsätzlich keine stichhaltigen Beweise liefern können. Daher lehnen viele Agnostiker Religionen auch strikt ab, da sie wissenschaftlichen Überprüfungen nicht standhalten können.

Der Atheismus baut auf den Agnostizismus auf, auch wenn man beide strikt voneinander unterscheiden kann.
Der Agnostizismus sieht sich selber als philosophischer Grundansatz zur Erkennung der Wahrheit und der Atheismus ist lediglich das Yang zum Theismus.
Der Atheismus ging aus dem Agnostizismus hervor, denn erst mit den Agnostizismus kam die Frage auf ob ein oder mehrere höher gestellte Wesen wirklich existieren. Der Atheismus liefert (meiner Meinung nach leichtsinnig) die Antwort: Nein.


Ich hoffe ich konnte euch was beibringen und wünsche euch viel Spaß beim sinnieren ^^
Falls euch Fehler in meiner Aussage aufgefallen sind könnt ihr mich gerne kritisieren. Das dient nur zu meiner Verbesserung und zu meinem Vorteril, also bitte nicht schüchtern sein.
Gespeichert

Medizinmann99

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Re: Agnostizismus
« Antwort #1 am: 24. November 2008, 16:36:00 »

Hallo,

danke für Deinen Beitrag.

Dazu möchte ich kurz meine Gedanken niederlegen.

Ein Agnostiker ist ein Philosoph, der sich mit den extistentiellen Fragen des Lebens beschäftigt, aber davon ausgeht, dass diese Fragen entweder ungeklärt, grundsätzlich nicht zu klären oder für das Leben irrelevant sind.

Nun davon auszugehen (das bedeutet im Klartext ohne eine eingehende Untersuchung) macht nur Sinn, wenn diese Fragen tatsächlich grundsätzlich nicht zu klären oder für das Leben irrelevant sind. Das ist eine Annahme, die stimmen kann oder auch nicht.

Zum Punkt der Ungeklärtheit - offiziell sind diese Fragen meines Wissens unstrittig ungeklärt.

Zum Punkt der grundsätzlichen Nichtklärbarkeit dieser Fragen:
Daß diese Fragen nicht zu klären wären ist meiner Meinung nach nicht der Fall - entgegen der landläufigen (und bequemen) Meinung, daß man "so etwas" eben nie ergründen könne - da man für die Klärung dieser Fragen wenigstens einen Indizienprozeß führen kann basierend auf den vorliegenden Daten...und dieser Indizienprozeß wird als letztendliches Ergebnis wenigstens eine gewisse Sicherheit erbringen um zumindestens Wahrscheinlichkeiten!! feststellen zu können a la: "Es ist unter dem Gesichtspunkt der großen Menge der vorliegenden Informationen wahrscheinlicher, daß sich die Sache eher so als anders verhält".
D.h. auch wenn man den "letzten absoluten Beweis" pro oder contra Gott / Jenseits / Geist usw. in dieser Welt wenigstens soweit wir das wissen können nicht erbringen kann (einen letzten Beweis pro oder contra zulassen will Gott "meiner Meinung nach" auch gar nicht, da es die Willensfreiheit beeinträchtigen würde), kann man meiner Meinung nach doch wenigstens Wahrscheinlichkeiten feststellen basierend auf den vorliegenden Informationen.   

Zum Punkt der Irrelevanz dieser Fragen:
Sollte die Annahme stimmen, daß diese Fragen nicht klärbar sind, dann sind die Fragen für das Leben vermutlich tatsächlich irrelevant.
Sollte die Annahme aber nicht stimmen und die Fragen somit wenigstens nach Wahrscheinlichkeiten per Indizienprozeß klärbar sein, dann hat die Beantwortung der Fragen auf das Leben sehr wohl eine direkte Auswirkung, die entscheidend sein kann. Denn man wird im Leben nicht immer in der bequemen Position des neutralen Beobachters verbleiben können, sondern an gewissen Punkten eindeutige Entscheidungen treffen müssen und klare Positionen beziehen müssen.

Zitat von: onkolyc
Demnach würde ein Agnostiker auf die Frage ob es einen Gott gibt niemals mit "Ja" oder "Nein" antworten, sondern sich stets für den Mittelweg entscheiden.
Dabei kann man einen starken Agnostiker von einem schwachen Agnostiker unterscheiden. Ein schwacher Agnostiker würde sagen "Ich weiß es nicht". Ein starker Agnostiker würde sagen "Ich kann es nicht wissen!"

Man könnte auch sagen der starke Agnostiker macht es sich einfach, während der schwache Agnostiker demütig ist (Demut ist eine Tugend) :D

Zitat von: onkolyc
Ein Agnostiker stellt sich stets über sämtliche Religionen, da sie ihm grundsätzlich keine stichhaltigen Beweise liefern können. Daher lehnen viele Agnostiker Religionen auch strikt ab, da sie wissenschaftlichen Überprüfungen nicht standhalten können.

Aber man kann auch keinen wissenschaftlichen Gegenbeweis gegen Gott / die Existenz des Geistes / die Religionen usw. erbringen. Abgesehen davon, ist soweit ich weiß die offizielle Doktrin der Wissenschaft gegenüber Gott / der Existenz des Geistes und den Religionen, daß die Wissenschaft dazu keine Aussage treffen könne, weil man auf diesem Gebiet nichts wissenschaftlich beweisen oder widerlegen könne (mangels Verifizierbarkeit / Falsifizierbarkeit / Meßbarkeit / mangels einer Möglichkeit etwas zu messen etc. etc.).
Allerdings muß man unterscheiden zwischen dem was die Wissenschaft selbst zu Ihrem Standpunkt gegenüber diesen Dingen sagt und dem, was sie indirekt durch ihre eigenen wissenschaftlichen Forschungen z. Bsp. zum Thema Gehirn etc. indirekt (ungewollt sozusagen, bzw. gewollt, darüber gehen die Meinungen auseinander) bei der breiten Masse für einen Eindruck hervorruft. Denn die breite Masse weiß ja nicht, was die Wissenschaft offiziell selbst über Gott, den Geist oder die Religion sagt, sondern sie hat nur etwas gehört oder hat nur einen bestimmten Eindruck. Und der Eindruck der von der Wissenschaft und den wissenschaftlichen Forschungen indirekt hervorgerufen wird ist eben, daß die Wissenschaft angeblich bewiesen hätte, daß der Mensch ein chemisch-elektrischer Roboter ist und die Steuerzentrale das Gehirn. Daß es daher keine Seele gäbe, da wir nichts weiter seien als unsere Gehirne, sozusagen also eine Art lebendige Computer. Und folglich, daß es auch Gott nicht geben kann, denn Gott ist ein Geist (so steht es in der Bibel, aber auch so ziemlich jeder Esoteriker, Religionsanhänger und so weiter geht natürlich davon aus, daß Gott ein Geist ist).

Zitat von: onkolyc
Der Atheismus baut auf den Agnostizismus auf, auch wenn man beide strikt voneinander unterscheiden kann.
Der Agnostizismus sieht sich selber als philosophischer Grundansatz zur Erkennung der Wahrheit und der Atheismus ist lediglich das Yang zum Theismus.
Der Atheismus ging aus dem Agnostizismus hervor, denn erst mit den Agnostizismus kam die Frage auf ob ein oder mehrere höher gestellte Wesen wirklich existieren. Der Atheismus liefert (meiner Meinung nach leichtsinnig) die Antwort: Nein.

Dem kann ich zustimmen - leichtsinnig.
Hebraeer 9,27:
"Und wie den Menschen gesetzt ist, einmal zu sterben, darnach aber das Gericht."

Wobei anzumerken ist daß Gott ein nach moralischen Grundsätzen lebender Atheist oder Agnostiker sicherlich lieber ist als ein heuchlerischer Christ, der nur nach außen hin aus gesellschaftlichen Gründen einen christlichen Glauben heuchelt und ansonsten nur seinen eigenen Vorteil sucht.
Soll heißen, es kommt auf die Handlungen und Entscheidungen an, die man im Leben trifft und die entweder gut und richtig oder aber egoistisch und selbstsüchtig sein können (im moralischen Sinne sozusagen). "Der Glaube ist nichts ohne Taten". Diese Handlungen und Entscheidungen basieren wenigstens zum Teil auf den eigenen Weltvorstellungen bzw. dem Glauben.

Soll heißen, warum handeln z. Bsp. "moralisch schlechte", egoistische usw. Menschen so, wie sie handeln? (diese stellen meiner Meinung nach selbstredend die große Mehrheit dar) Zum einen, weil sie -  unter der Annahme, daß Gott das absolut Gute ist und jede Entfernung von Gott daher automatisch eine Zunahme des Schlechten bewirkt - erstens tatsächlich schlecht sind (im Inneren sozusagen) oder schlecht(er) werden, zum anderen, weil sie (abgesehen von ihrem meist bereits toten Gewissen) auch in ihren internen Weltvorstellungen von keinen Restriktionen mehr aufgehalten werden. Warum sollte man sich um seinen Mitmenschen noch kümmern, wenn diese doch nur elektrisch-chemische Roboter sind, beliebig reproduzierbar und außerdem gibts ohnehin viel zu viele...und nach dem Tod ist ohnehin alles aus. Was bleibt dann also noch? Dann bleibt nur noch als allerletzte Hürden das Strafrecht, Gesetze, die weltliche Gerichtsbarkeit, aber man kann ja übervorteilen, ausbeuten, austricksen, übertölpeln, täuschen, intrigieren, infiltrieren usw. usw.. ((Abgesehen davon gab und gibt es genügend Zeitgenossen, die sich darum eher weniger zu kümmern brauchten wie z. Bsp. unser seliger Adolf, oder der gute Vater Stalin - oder, wers aktueller will, brave "Christen" wie Bushi ;-)))

Und das wird dann auch in der Realität umgesetzt, denn der Glaube an eine übergeordnete Gerechtigkeit oder gar an Gott ist doch nur etwas für schlichte Gemüter, Einfältige und leicht zu beeinflussende Schafe ;) (glauben insbesondere sogenannte aufgeklärte Rationisten zu wissen)

Wer jedoch einen -->echten<-- Glauben hat, kann unter dieser Prämisse daß jede Handlung oder Unterlassung im Sinne einer übergeordneten Gerechtigkeit eindeutige Folgen hat (wie in der Bibel genannt das Gericht) schon alleine aus Selbstschutzgründen nicht gegen das Gesetz handeln, das da lautet
-------
Alles, was Ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen! Darin besteht
das Gesetz und die Propheten
Christentum - Jesus Christus, Matthäus 7:12 (vor ca. 2000 Jahren)
-------
denn wenn er gegen dieses Gesetz handelt, weiß er, daß ihn dann unausweichlich das Gericht (für diese Taten oder Unterlassungen) ereilen wird.

Deswegen ist es aus meiner Sicht nicht egal, was man glaubt, weil der Glauben Entscheidungen formt und man sich in Krisen- oder Entscheidungssituationen klar positionieren muß und seine Entscheidungen auf wohlgefestigten Positionen gründen können muß und nicht in einer bequemen Neutralität verharren kann. Wies in der Bibel steht man braucht einen festen Fels, auf dem man bauen kann, man sollte sein Haus nicht auf Sand bauen.

So das war meine Meinung dazu  :)

Liebe Grüße

Medizinmann99
« Letzte Änderung: 24. November 2008, 16:49:51 von Medizinmann99 »
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Re: Agnostizismus
« Antwort #2 am: 08. Januar 2009, 19:33:30 »

Agnostiker gehen nicht grundsätzlich davon aus, dass diese Fragen nicht zu klären sind. Sie suchen ihr Leben lang nach einer Antwort. Sie gehen auch nicht davon aus, dass die Fragen irrelevant sind. Sie versuchen eine einwandfreie Antwort zu finden, die nicht widerlegbar ist.
Der starke Agnostiker sagt zwar, dass er es nicht wissen kann. Aber das heißt nicht das er es nie erfahren wird sondern nur das er es zu diesem Zeitpunkt einfach nicht beantworten kann. Der schwache Agnostiker ist (noch) nicht so tief vorgedrungen wie der starke Agnostiker und kann daher die Frage "nur" mit "Ich weiß es nicht" beantworten. Das hat mit Demut nichts zu tun.
Aber man kann auch keinen wissenschaftlichen Gegenbeweis gegen Gott / die Existenz des Geistes / die Religionen usw. erbringen.
Diese Aussage ist sehr oft verwendet und sehr umstritten. Man könnte alles Mögliche behaupten und gegen jeden Einwand dieses Argument bringen. Eine nicht vorhandene Existenz kann man nicht beweisen, weil es nichts gibt, dass es nicht gibt. Im Klartext: Wenn es Sachen gibt, die es nicht gibt, dann gibt es sie.  Bitte darum mir diese Worte nicht im Mund umzudrehen.  :P


Mathematisch gesehen lohnt es sich dennoch zu glauben, wie Blaise Pascal schon sagte.
Wenn man nicht glaubt kann man nur verlieren, denn wenn es doch eine höhere Macht gibt hat man "die Wette" verloren. Wenn es diese höhere Macht nicht gibt hat er nichts davon, denn er existiert in dem Sinne nicht mehr.
Natürlich ist das jetzt nur sehr einfach ausgedrückt. Dennoch hat es seine Gültigkeit. ^.^


Ich hoffe ich habe meinen Standpunkt gut vertreten können und bitte um Kritik.
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