Morbus Meulengracht Forum

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Autor Thema: Wer bezahlt den Morbus Meulengracht Gentest?  (Gelesen 5222 mal)

steffen111

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Wer bezahlt den Morbus Meulengracht Gentest?
« am: 20. Juli 2007, 09:32:43 »

Guten Morgen,

ich komme eben vom Hausarzt und habe um den Gentest gebeten.
Der hat mich angeguckt als wolle ich, dass er seine Hose öffnet.
Und kam mir, als ich hartneckig blieb, mit: "Die Krankenkasse bazahlt das sicher nicht."
Ich habe den Eindruck er hat keine Ahnung was ich wirklich von ihm wollte.

Was habt Ihr für Erfahrungen?
Welche Krankenkasse hat den Gentest schon bezahlt?
Was kostet der Gentest, wenn ich den selber bezahle?

Gruß Steffen

Anmerkung vom Medizinmann: Habe den Threadtitel geändert damit er besser von den Suchmaschinen indexiert wird.
« Letzte Änderung: 26. Juli 2007, 12:07:00 von Medizinmann99 »
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Medizinmann99

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Re: Wer bezahlt den Gentest
« Antwort #1 am: 26. Juli 2007, 12:05:41 »

Hallo,

um den Thread kurz und prägnant zu halten habe ich jetzt die "Zwischendiskussion" jetzt entfernt und nur die Konklusio von Stefan Gilbert (vielen Dank dafür) eingefügt. (Ich habe den Beitrag gerade erneut aus dem anderen MM Forum herauskopiert er sollte also jetzt aktuell sein) unten eingefügt :) )

Liebe Grüße

Medizinmann99

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http://www.forumromanum.de/member/forum/forum.php?action=ubb_show&entryid=1100389916&mainid=1100389916&USER=user_339611&threadid=2---------------------------------------------------------
Hallo Leute,

zur Klarstellung noch mal die Info zum Gentest für MM!

1. Wer kann das veranlassen?

Der Hausarzt oder jeder andere Arzt, der den Befund für medizinisch notwendig erklärt.

2. Wer bezahlt?

Der Hausarzt rechnet das mit der Kassenärzlichen Vereinigung (KV) ab.

Die KV rechnet es dann mit der Kasse ab.

Normalerweise hat jedes Bundesland eine KV. Wie und was die KV genau abrechnet, ist für mich sehr schwer zu ergründen, da die KV durch eine Vertreterversammlung seine Entscheidungsträger bestimmt (wie ein Verein), diese Vertreter jedoch alle samt Ärzte sind und ein Interesse an Transparenz für mich im Moment nicht gegeben scheint.

Auf gut Deutsch, únsere Kassen zahlen der KV eine Megarechnung jeden Monat, und die KV verteilt es unter Ihren Mitgliedern (Ärzten). Das ist wie wenn die IG Metall von allen Arbeitgebern einen Megabetrag jeden Monat auf das Konto bekommen würde, und es dann nach selbst festgesetzten Spielregeln verteilen würde. Nicht schlecht so eine Verteilungsgeschichte!

Sollte sich ein Arzt also mal streuben, liegt das eventuell:

a) an der einfachen Tatsache, daß er für die meisten Untersuchungen und Dienstleistungen die er erbringt, bei der KV nur eine Pauschale abgerechnet bekommt. Da ein solcher Gentest nicht in jedem Labor gemacht werden kann, muß er also zunächst ein Labor finden. Das bedeutet für seine Damen im Vorzimmer Arbeit! Jeder ander Bluttest ist für eine Arztpraxis reine Routine und dauert nur wenige Minuten. Der Gentest eben nicht. Das war es schon.

b) Ein Arzt bekommt je nach Anzahl der Patienten und Potenz seines Umkreises, für den er seine Zulassung hat, eine Budget. Wenn er das überschreitet, musse er eine Menge Papierkram ausfüllen, um die Überschreitung zu erklären (ZB vermehrt chronisch Kranke oder Schwerstkranke). Daher kann es sein, das am Jahresende sich ein Arzt komplett weigert eine Untersuchung zu machen (mir schon passiert) wenn er sein Budget voll hat oder auf einmal sehr spendabel wird, wenn sein Budget noch was übrig hat. Eben Je nach Lage seines Budgets!

Eins ist bei unserem Gesundheitssystem klar:

Wenn eine Maßnahme medizinisch notwendig ist, dann wird sie grundsätzlich erst mal bezahlt, sofern sich die Maßnahme im Maßnahmenkatalog für bezahlte Leistungen, für niedergelassene Ärzte befindet. Welche das sind, bestimmt meines Wissens eben die KV.

Gentest zur Bestimmung von MM gehört auf jeden Fall dazu, wenn es ein Arzt eben für medizinisch notwendig erklärt.

Wenn mann sich mal einige Zeit damit beschäftigt, fallen einem ganz schön perverse Sachen ein, die ein solches System verursachen kann, daß sich selbst bedingt. Tolles System oder?

Für die Schweiz weiß ich von meiner Verwandschaft, das das dortige System noch sehr gut funktioniert und eigentlich alles bezahlt wird. Mehr Info habe ich nicht!

Infos zu Österreich, kann denke ich Medizinmann beisteuern!

Hoffe ich konnte etwas zur Aufklärung beitragen.

Gruß SG
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« Letzte Änderung: 26. Juli 2007, 12:07:52 von Medizinmann99 »
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Re: Wer bezahlt den Morbus Meulengracht Gentest?
« Antwort #2 am: 05. Oktober 2007, 10:19:10 »

Hallo!
Nachdem ich innerhalb von 2 Wochen 2 Bluttests mit jeweils erhöhtem Bili hatte (2,2 und 1,49, wobei beim zweiten Test - auf mein Drängen - in dir.: 0,1 und indirekt:1,39 unterschieden wurde) und ich vorher gar nichts davon wusste, weil es bisher noch nie bestimmt wurde (bin 36er-Berliner) wollte ich ja nun durch den Gentest Sicherheit haben. Habe zuerst meine Hausärztin gefragt. Sie will sich erkundigen. In der Zwischenzeit bei ca 5 oder 6 anderen Ärzten/Internisten/Allgemeinmedizinern nachgefragt. So etwas hat noch nie einer machen lassen und die schienen auch überhaupt kein Interesse daran zu haben, mir weiterhelfen zu wollen.
Ich habe also 2 Tage später wieder meine Hausärztin angerufen, die es ja auch noch nie hat durchführen lassen und sie hatte noch nicht die Zeit, das mit dem Labor zu klären.
Beim nächsten Telefonat mit ihr hatte sie aber die Info vom Labor und es kostet 250 €. Nur, dass ich schon mal Bescheid weiß, falls es die Kasse nicht übernimmt. Mein Einwand, dass, wenn sie es als medizinisch notwendig begründet, die Kasse die Kosten bestimmt übernehmen wird, schien sie zu überzeugen.
Jedenfalls vorhin 1 Röhrchen Blut abgegeben und in knapp 2 Wochen ist Auswertung.
Bis dann...
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Re: Wer bezahlt den Morbus Meulengracht Gentest?
« Antwort #3 am: 21. Oktober 2007, 17:06:29 »

...war am Do., nach knapp 2 Wochen zur Auswertung des Gentests, aber leider umsonst, da es angeblich lt. Labor 4 Wochen dauert. Also weiter warten...
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Re: Wer bezahlt den Morbus Meulengracht Gentest?
« Antwort #4 am: 29. Januar 2008, 16:11:49 »

...übrigens, den Test hat die Kasse voll bezahlt...
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MeulenkrachtThüringen

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Re:Wer bezahlt den Morbus Meulengracht Gentest?
« Antwort #5 am: 28. Februar 2013, 14:59:11 »

Hallo,
bei mir wurde vor 1 1/2 Jahren ein erhöhter Bilirubinwert festgestellt. Alle anderen Werte waren ok. Ich ging zum Arzt da ich besonders im Liegen auf dem Bauch einen leichten Druckschmerz im rechten Oberbauch verspürte. Mir kam das komisch vor, es war kein echtes Problem.
Mein Hausarzt lies den indirekten/direkten Wert ermitteln: Jeweils eine Dreifache Erhöhung. -> Überweisung zum Internisten, der hat Ultraschall und einige Bluttests gemacht alles i.O.
Nach etlichen Nachfragen nach einem Genetischentest (auf Morbus Meulengracht), den er zunächst nicht einmal kannte!!!! (behauptete er jedenfalls), war seine Antwort, dass es nicht notwendig ist. Ich solle alle 3 Monate mal zur Kontrolle Blut abnehmen lassen. Die werte waren mal besser, zuletzt aber wieder wie am Anfang.
Den erhöhten direkten Bilirubinwert, der mich verunsichert konnte mir weder der Internist noch mein Hausarzt erklären - beide behaupten Morbus Meulengracht wäre extrem selten, aber in meinem Fall möglich...
Auf mein Drängen hin, hat sich mein Hausarzt schließlich bereit erklärt, sich zu erkundigen, wer die Kosten für einen Gentest Übernimmt. Ich hatte ihm den Ausdruck von folgendem Link gegeben: http://www.oncoscreen.com/deutsch/analyse_meulengracht.shtml#jump2
Sein Ergebnis: Die Kasse zahlt nur wenn eine Behandlung mit Chemotherapeutikum notwendig ist. In meinem Fall nicht! Wenn ich den Test trotzdem will, dann muss ich ihn selbst zahlen für 120€!

Wie ist es nun, wird der Test gezahlt oder nicht um einfach nur Morbus Meulengracht sicher zu diagnostizieren?!
Was haltet ihr von dem erhöhten direkten Bilirubinwert?
Von Zeit zur Zeit ist der oben beschrieben Druckschmerz auch intensiver und den ganzen Tag über zu spüren. Im Zusammenhang mit dem erhöhten direckten Bilirubinwert macht mir das Sorgen!

Ich lebe in Thüringen in der nähe von Saalfeld. Haben die Ärzte hier keinen Plan? Weiß jemand einen guten Arzt - Internist, an den ich mich wenden kann und der MM ernst nimmt?

Vielen Dank für jeden Rat!
Grüße,
Andreas
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Medizinmann99

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Re:Wer bezahlt den Morbus Meulengracht Gentest?
« Antwort #6 am: 02. März 2013, 15:52:48 »

Da Du hier bis jetzt keine Antwort erhalten hast schlage ich vor, dass Du die Frage im anderen Meulengracht Forum stellst:
http://339611.forumromanum.com/member/forum/forum.php?USER=user_339611
Möglicherweise weiß dort jemand darüber Bescheid...
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